Technik - Filter


Im großen und ganzen gibt es zwei Filter, nämlich die Innen- und die Außenfilter.
Innenfilter werden innerhalb des Beckens angebracht und die Außenfilter verschwinden in dem Schrank unterhalb des Aquariums.

Welche Aufgaben haben nun die Filter

In allererster Linie natürlich das Wasser zu reinigen, dann eine Sauerstoffanreicherung zu gewährleisten, weiterhin eine Oberflächenbewegung zu schaffen und bei Filtern mit einer hohen Leistung auch eine Strömung.
Filter werden eingeteilt in mechanische–und biologische Filter. Dies wiederum hängt von den eingebrachten Filtermaterialien ab.


Wie arbeiten Filter

Nun ziemlich einfach. Im laufe der Zeit, bilden sich Bakterien, welche für den Schadstoffabbau zuständig sind (siehe Kapitel Nitrifikation).
Diese Bakterien, sehr Sauerstoffbedürftig, siedeln sich auf dem Filtermaterial an, gleichgültig welches.
Je mehr organische Belastung im Becken ist, umso mehr vermehren sich die Bakterien, umso höher wird ihr Sauerstoffbedarf.
Hieraus resultiert, daß Becken mit großen und wühlenden Fischen einen leistungsstärkeren Filter benötigen als Pflanzenbecken mit ruhigeren Bewohnern.


a) mechanische Filter
Alle neuen Filter, die noch nicht eingefahren (wo sich noch keine Bakterien drauf gebildet haben) sind, sind mechanische Filter.

b) biologische Filter
Alle Filter, auf denen sich Bakterien angesammelt haben und so den Schadstoffabbau in Gang halten.
Also werden mit der Zeit auch mechanische Filter zu Biologischen.
Selbst der Bodengrund, mit Kies belegt, kann bei einem schwach laufenden Bodenfilter zu einem Filter werden. Man muß dabei nur beachten, dass die Pumpe das Wasser von unten nach oben durch den Boden drückt.


Filtermaterialien

Bei der Neueinrichtung wird erst mal mechanisches Material verwendet, so zb. Perlonwatte, Tonröhrchen, synthetisches Material.
Sie haben erst mal die Aufgabe das Wasser von groben bis hin zu feinen Schmutzpartikeln zu säubern, da das Wasser ja wieder klar aus dem Auslauf kommen soll.
Man schichtet also das Material von grob nach fein, d.h. an den Wassereinzug kommt zuerst das Grobe und dann immer höher hin feiner werdend.
Den Abschluss bildet also ein feines Material .
Ist die Grobreinigungsphase abgeschlossen, kann man das Material ggf. austauschen, um den Bakterien „etwas behilflich“ zu sein, damit sie sich besser ansiedeln können.
Hierzu wird aufgerautes Material genommen, wie zb. Lavagestein (als poriger Kies), Schaumstoff etc. Bitte nur Filtermaterialien im Fachhandel kaufen, denn nur so kann man sicher sein, dass es geeignet ist.

Es gibt natürlich auch Zusätze, die Einfluss auf das Wasser direkt haben. So zb. Aktivkohle, Torf oder Substanzen die die KH senken, die Nitrat binden etc.
Aktivkohle hat eine sehr große Oberfläche und sollte nur kurzzeitig eingesetzt werden.
Sie wird benutzt um zb. Medikamentrückstände aus dem Wasser herauszuholen oder um Wasserverfärbungen aufzulösen.
Der Nachteil von Aktivkohle ist, dass sie auch wichtige Pflanzennähstoffe dem Becken entzieht.
Da ihre Aufnahme schnell erschöpft ist, besteht das Risiko, dass die gebundenen Stoffe wieder an das Wasser abgegeben werden.
Aktivkohle kann nicht regeneriert werden!

Torf säuert das Wasser durch Humin-und Fulvosäuren an und ist angezeigt bei Fischen, die weiches und saures Wasser brauchen.
Torf tötet aufgrund seiner chem. Eigenschaften Bakterien ab und sollte deshalb nicht direkt in den Filter, sondern in einem Netz neben dem Wasserauslauf hängen.


Das ein Filter regelmäßig gereinigt werden muß, versteht sich von selbst.
Man sollte jedoch darauf achten, Wasser und Filter nicht gleichzeitig zu wechseln bzw. zu reinigen, da sonst zu viele Bakterien zerstört werden und das Wasser könnte in bedrohliche Werte abrutschen.
Filtermaterial sollte nicht zu heiß ausgespült werden; am besten wäscht man es im Aquarienwasser oder unter fließendem lauwarmen Wasser aus.


Filtertypen

Bodenfilter:




Innenfilter:






Außenfilter:








     Filter      Licht