Welches Wasser, welche Fische für das Süßwasserbecken?


Zuerstmal, kann man nicht jeden Fisch in jedes beliebige Wasser setzen.
Im Groben teilt man das Wasser in Kalt- oder Warmwasser ein.

Kaltwasser bedeutet ein Wasser ohne Heizung, mit oder ohne Filter.
Fische die so gehältert werden können auch problemlos in Gartenteichen leben und dort teilweise auch überwintern.
Nur einige Bsp. Für Kaltwasser:
Neunaugen, Störe, Karpfenfische, Schmerlen, Barsche........

Warmwasser hingegen bedeutet ein Wasser mit Heizung, Filter und Technik.
In solch einem Wasser kann man Fische der ganzen Welt hältern, sofern sie nicht eine bestimmte Größe überschreiten.

Nun aber zu der Wichtigkeit der einzelnen Wasserparameter, ohne die ein Becken nie richtig funktionieren würde.
Also die wichtigsten Wasserwerte sind:
1. die Gesamthärte des Wassers (abgekürzt GH oder auch dGH)
2. die Karbonathärte (abgekürzt KH oder dKH)
3. die permanente Härte
4. der PH Wert
später im Detail kommen dann noch Sauerstoff, Kohlendioxid, die Nitrifikation und Eisen dazu (siehe 3. Kapitel).

Normales Leitungswasser eignet sich in den allermeisten Fällen nicht um es direkt ins Becken zu geben,; man muß es vor-oder nachbereiten.
Die Qualität des Leitungswassers ist auf Grund der Umweltverschmutzung und der intensiven Landwirtschaft sehr zurückgegangen.
In der Aufbereitung der Wasserwerke, wird die Zusammensetzung auch vollkommen verändert, so dass wichtige Nährstoffe einfach fehlen.
Damit man nicht gleich Tests für die Wasseranalyse kaufen muß, kann man die Zusammensetzung des Leitungswassers bei den Wasserwerken erfragen.

Für den Neueinsteiger ist es manchmal schwierig zu wissen, welche Fische er denn nun nehmen soll.
Um sich etwas besser orientieren zu können, sind nachfolgend einige Punkte aufgelistet, an denen man seine Auswahl einschränken kann:
-passen die Fische von der Temperatur her zusammen
-sind die Wasseransprüche ungefähr dieselben
-kann man die Nahrung beschaffen, die die Fische benötigen, sprich Lebendfutter o.ä.
-die Fische müssen von ihrem Wesen her zueinander passen, d.h. z.B. keine räuberischen Fische mit Ruhigen vergesellschaften
-die Fische sollen sich den Lebensraum Aquarium teilen, d.h. sie sollten alle verschiedenen Wasserregionen bewohnen
-Überbesatz sollte man vermeiden
-nicht mehr wie höchstens 5 verschiedene Arten auf 100 Litern Wasser vergesellschaften

Der Einsteiger tut gut daran, nicht gleich mit einem Meerwasserbecken zu beginnen, es sei denn er hat jemanden zur Hand, der ihn mit Rat und Erfahrung unterstützen kann.
Obwohl ein Korallenriff als stabilster Lebensraum beschrieben wird, ist es schwieriger für den Anfänger die Wasserparameter konstant zu halten.
Die Meeresbewohner haben fast keine Möglichkeit, sich veränderten Bedingungen anzupassen, sowie die Süßwasserfische.
Man darf nicht vergessen, dass bei einem Salzwasserbecken der gesamte Inhalt lebt, im Gegensatz zu einem Süßwasseraquarium.
Driften in so einem Becken die Wasserwerte zu weit ab, stirbt im Extremfall das gesamte Becken.
Hat man genügend Erfahrung mit Süßwasserbecken gemacht, steht dann einer erfolgreichen Pflege eines Meerwasserbeckens nichts mehr im Wege.



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